
Beamtin / Beamter im Werkdienst (m/w/d)
Industrie-/ Handwerksmeister/innen (m/w/d) oder
staatlich geprüfte/r Technikerin/Techniker (m/w/d)
als Beamtin/Beamter im Werkdienst der
JVA Hövelhof für die Bereiche
Tischlerhandwerk,
Elektrotechnik,
Garten- und Landschaftsbau
oder
Maurerhandwerk
A. Stellenbeschreibung
I. Funktionsbezeichnung
Beamtin/Beamter im Werkdienst (Besoldung entsprechend A 7 LBesO NRW)
II. Beschreibung der Behörde
Die Justizvollzugsanstalt Hövelhof ist eine Anstalt des offenen Jugendstrafvollzuges in Nordrhein-Westfalen. Sie ist zuständig für die Vollstreckung von Jugendstrafen an männlichen Gefangenen im Alter von 14 bis 24 Jahren, die sich vor Strafantritt auf freiem Fuß befinden. Ausgenommen davon sind Straftäter, die wegen Sexualstraftaten verurteilt worden sind. Die Jugendstrafanstalt ist ferner zuständig für Gefangene im Alter von 14 bis 24 Jahren, die nach Feststellung der Eignung für den offenen Vollzug im Auswahlverfahren bzw. im Wege der Progression aus Einrichtungen des geschlossenen Vollzuges verlegt werden. Die Jugendstrafanstalt verfügt über 225 Haftplätze.
Aufgrund des Erziehungsauftrags liegen die Schwerpunkte dieser Vollzugseinrichtung neben allgemeinen erzieherischen und sozialtherapeutischen Maßnahmen in der schulischen und beruflichen Bildung der Gefangenen.
Angeschlossen ist eine Pflegeabteilung mit 29 Haftplätzen für männliche erwachsene Gefangene, in der Untersuchungs- und Strafhaft sowie Sicherungsverwahrung vollzogen wird.
III. Beschreibung der Stelle
Zu besetzen ist eine Vollzeitstelle im hiesigen Werkdienst, insbesondere in den Fachrichtungen Tischlerhandwerk, Elektrotechnik, Garten- und Landschaftsbau oder Maurerhandwerk. Die Ausschreibung richtet sich außerdem auch an alle anderen Gewerke. Die Einstellung erfolgt unbefristet im Beschäftigungsverhältnis nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Die spätere Übernahme in das Beamtenverhältnis ist beabsichtigt, insofern muss die Bereitschaft bestehen, die zweijährige Ausbildung für Beamtinnen/Beamte im Werkdienst zu absolvieren. Während der Ausbildung erhalten Sie Anwärterbezüge.
Die Laufbahnausbildung beginnt immer zum 1. Juli eines Jahres, dauert zwei Jahre und erfolgt in wechselnden Blöcken. An der Justizvollzugsschule des Landes Nordrhein-Westfalen (JVS) in Wuppertal erhalten Sie Ihre theoretische Ausbildung (insgesamt neun Monate). Die praktischen Ausbildungsabschnitte absolvieren Sie bei mindestens zwei Justizvollzugseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen (insgesamt 15 Monate).
B. Aufgaben
Beamtinnen und Beamte im Werkdienst (WD) leiten Betriebe der Abteilung Berufliche Integration in Justizvollzugsanstalten, in denen sie Gefangene zur Arbeit anleiten und sie in verschiedenen handwerklichen Berufen ausbilden. Daneben übernehmen sie bei Bedarf Reparatur- und Wartungsarbeiten an Arbeitsgeräten, Maschinen und auch technischen Anlagen der Anstalt.
In enger Zusammenarbeit mit den Fachdiensten – u. a. Psychologinnen und Psychologen, Ärztinnen und Ärzte, Pädagoginnen und Pädagogen, Seelsorgerinnen und Seelsorger – sorgen sie dafür, dass gefangene Erwachsene und Jugendliche im Vollzug verantwortungsbewusst und geordnet zusammenleben, indem sie durch Arbeit gefördert und gefordert werden.
Neben der Durchführung hoheitsrechtlicher Aufgaben innerhalb der Justizvollzugsanstalten leiten Beamtinnen und Beamte im Werkdienst die Betriebe nach betriebswirtschaftlichen und fachlichen Grundsätzen. Sie arbeiten in allen Arbeitsbereichen nach kundenorientierten Vorgaben in Bezug auf Qualität, Leistung und Produkt.
Die Gefangenen erhalten eine arbeitsmarktorientierte Aus- und Weiterbildung in den Arbeits- und Ausbildungsbetrieben, z. B. Schreinerei, Schlosserei, etc.. So erwerben sie neue Fähig- und Fertigkeiten, erhalten ihre Arbeitsfähigkeit und entwickeln ein Bewusstsein für regelmäßige Arbeit.
Mit ihrer Betreuung, Behandlung, Versorgung und Beaufsichtigung sorgen die Beamtinnen und Beamte im Werkdienst dafür, dass die Gefangenen auch nach dem Strafvollzug in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten führen und die Allgemeinheit vor weiteren Straftaten geschützt wird.
C. Anforderungsprofil
I. Stellenanforderung
- Fachoberschulreife oder Hauptschulabschluss
- abgeschlossene Berufsausbildung oder abgeschlossene Ausbildung in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis
- bestandene Meisterprüfung der geforderten Fachrichtung oder bestandene Abschlussprüfung als staatlich geprüfte/r Techniker/in mit berufs- und arbeitspädagogischer Eignung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung
- zum Zeitpunkt der Einstellung mindestens 18 Jahre alt und zum Zeitpunkt der Verbeamtung auf Widerruf regelmäßig noch nicht 40 Jahre alt; als schwerbehinderter oder gleichgestellter behinderter Mensch (§ 2 Absatz 3 Sozialgesetzbuch IX) regelmäßig noch nicht 45 Jahre alt
- Deutsche / Deutscher im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union
- Eintreten für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes
- charakterliche, geistige, körperliche und gesundheitliche Eignung für die Laufbahn
- Dienstfähigkeit aus amtsärztlicher Sicht
II. Sach- und Fachkompetenz
Vorausgesetzt werden:
- fundierte Kenntnisse und Berufserfahrung in dem jeweiligen Gewerk
- Fähigkeit zur Organisation von Betriebs- und Arbeitsabläufen
- Fähigkeit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit im Team
- Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit und Teamgeist in Bezug auf alle Dienste
- Einsatzbereitschaft und insbesondere Verständnis beim Umgang mit inhaftierten Personen – soziales Verständnis
- Serviceorientierung sowohl bezogen auf andere Bereiche der Anstalt als auch gegenüber anstaltsfremden Personen und Stellen
- Überdurchschnittliches Pflichtbewusstsein, hoher Arbeitseinsatz und gute psychische und körperliche Belastbarkeit unter Arbeitsdruck
- Selbstständiger und ergebnisorientierter Arbeitsstil
- Flexibilität im Umgang mit Veränderungen
- Körperliche Fitness
D. Bewerbung
Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die berufliche Entwicklung von Frauen. Bewerbungen von Frauen sind daher ausdrücklich erwünscht. In den Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, werden sie bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung nach Maßgabe des Landesgleichstellungsgesetzes bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.
Das Land Nordrhein-Westfalen sieht sich der Gleichstellung von schwerbehinderten und nicht schwerbehinderten Beschäftigten in besonderer Weise verpflichtet und begrüßt deshalb ausdrücklich Bewerbungen von Menschen mit Behinderung. Bei gleicher Eignung werden Bewerbungen schwerbehinderter Menschen und diesen gleichgestellten behinderten Menschen, vorbehaltlich gesetzlicher Regelungen, bevorzugt berücksichtigt.
Die Ausschreibung wendet sich ausdrücklich auch an Menschen mit Migrationshintergrund.
Ansprechpartner
Verwaltungsleiterin
Frau Schmidt: 05257/986-112
Werkdienstleitung
Herr Lappe: 05257/986-124
Ist Ihr Interesse geweckt?
Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung mit einem aussagekräftigen Anschreiben, einem lückenlosen tabellarischen Lebenslauf sowie den nachstehenden Unterlagen
- Kopie der Geburts- und ggfs. Heiratsurkunde
- Kopie des Schulabschlusszeugnisses
- Kopie des Meisterbriefs
- Kopien von Zeugnissen über die Tätigkeiten seit der Schulentlassung
bis zum 28.02.2026
per E-Mail in Form einer PDF-Datei an: poststelle@jva-hoevelhof.nrw.de
oder per Post adressiert an die:
Leiterin der Justizvollzugsanstalt Hövelhof
Hauptgeschäftsstelle
Staumühler Str. 284
33161 Hövelhof
Art des Abschlusses
- (qualifizierender) Hauptschulabschluss
- Abgeschlossene Berufsausbildung / Lehrabschluss
- Meister / Techniker
- Mittlere Reife
Berufserfahrung
- Mit Berufserfahrung (1 bis 3 Jahre)
