
Mitarbeiter / Mitarbeiterin im Sozialdienst bei der Justizvollzugsanstalt Wuppertal-Vohwinkel (m/w/d)
Stellenbeschreibung und Anforderungsprofil für die Stelle einer Sozialarbeiterin / eines Sozialarbeiters bzw. einer Sozialpädagogin / einen Sozialpädagogen (m/w/d)
A. Stellenbeschreibung
Funktionsbezeichnung
Diplom Sozialarbeiterin/Sozialarbeiter bzw. Sozialpädagogin/Sozialpädagoge bzw. Bachelor of Arts (m/v/d) bei der Justizvollzugsanstalt Wuppertal-Vohwinkel mit einem Stellenanteil von 0,5 Stellen. Die Eingruppierung erfolgt nach Entgeltgruppe S 15 TV-L.
II. Beschreibung der Behörde
Die Justizvollzugsanstalt Wuppertal-Vohwinkel ist eine Justizvollzugsanstalt des geschlossenen Vollzuges für erwachsene Männer und verfügt derzeit aufgrund von umfangreichen Sanierungs- und Erweiterungsbaumaßnahmen über 328 Haftplätze davon 18 Haftplätze in einer verstärkt gesicherten Abteilung.
Nach Abschluss der Baumaßnahmen wird die Anstalt perspektivisch über rund 700 Haftplätzen verfügen.
Die Anstalt ist zuständig für:
- Untersuchungshaft, Zivilhaft, Auslieferungs- und Durchlieferungshaft an Erwachsenen
- Freiheitsstrafen von 3 bis 36 Monate (Erstvollzug)
- Freiheitsstrafen von 36 bis einschließlich 48 Monate soweit kein Einweisungsverfahren erfolgt
- Freiheitsstrafen unter 3 Monaten und Ersatzfreiheitsstrafen bei fehlender Eignung für den offenen Vollzug sowie Strafarrest
B. Aufgaben und Tätigkeiten
Das Aufgabenfeld ergibt sich aus den Richtlinien für die Fachdienste bei den Justizvollzugsanstalten des Landes Nordrhein-Westfalen - AV d. JM vom 18. Dezember 2015 (2400 - IV. 54) - JMBl. NRW S. 3 – in der Fassung vom 6. Juli 2017 – JMBl. NRW S. 198 –.
Zu den Schwerpunkten des Sozialdienstes in der Justizvollzugsanstalt Wuppertal-Vohwinkel gehören insbesondere:
- fachspezifische Diagnostik zur Ermittlung der individuellen Problemlagen von Inhaftierten
- behandlungsorientierte Einzel- und Gruppenmaßnahmen
- Klärung des individuellen Hilfebedarfs im Rahmen des Übergangsmanagements
- organisationsübergreifende Schaffung von Förderketten zur Wiedereingliederung von Inhaftiertenenge Zusammenarbeit mit den Trägern der staatlichen und nicht staatlichen Einrichtungen der Straffälligenhilfe
- Mitarbeit in einem Behandlungsschwerpunkt
Darüber hinaus obliegen dem Sozialdienst folgende Aufgaben:
- Mitwirkung bzw. Federführung bei der Behandlungsuntersuchung sowie bei der Aufstellung, Durchführung und Fortschreibung der Vollzugsplanung
- Mitwirkung bei der Fertigung von Berichtsentwürfen an Gerichte und Staatsanwaltschaften
- Mitwirkung bei der Erarbeitung und Umsetzung anstaltsinterner Behandlungskonzepte
Es ist vorgesehen, dass die Stelle der anstaltsinternen Suchtberatung zugeordnet wird. Konkret gehören zu den Aufgaben der anstaltsinternen Suchtberatung:
- Suchtdiagnostik,
- Motivationsarbeit,
- Bearbeitung des aktuellen Suchtverhaltens,
- Erarbeitung eines Behandlungsplanes mit dem Gefangenen,
- Therapievorbereitung (Erhebung anamnestischer Daten, Erstellung des Sozialberichts,
- Hilfe bei der Auswahl der Therapieeinrichtung, Hilfe bei der Beschaffung der erforderlichen Unterlagen,
- Beantragung der Kostenzusage, Begleitung zu Informations- und Aufnahmegesprächen, Erwirken der Aufnahmezusage,
- Kontaktaufnahme zu Gerichten und Staatsanwaltschaften im Rahmen der Beantragung der §§ 35, 36 BtMG,
- Kooperation mit externen Suchtberatungsstellen, Therapiestellen und Kostenträgern,
- soziale Gruppenarbeit zur Prävention, Motivation und Therapievorbereitung,
- Vermittlung ambulanter Hilfen,
- Fortbildung/Supervision,
- Koordination der Suchtberatung innerhalb der Justizvollzugsanstalt,
- Entwicklung/Weiterentwicklung von Konzepten zur Suchtberatung,
- Leitung anstaltsinterner Arbeitsgruppen zu Suchtfragen,
- Teilnahme an externen Arbeitskreisen,
- Mitwirkung bei der Einrichtung spezifischer Abteilungen/Wohngruppen,
- Suchtprävention,
- Vorbereitung der Substitutionsbehandlung (auch im Rahmen der Entlassungsvorbereitung),
- psychosoziale Betreuung bei Substitution,
- Kooperationsvereinbarungen mit externen Suchtberatungsstellen, Therapiestellen, Kostenträgern, Einrichtungen der Justiz (Vernetzung),
- Durchführung allgemeiner Informationsveranstaltungen,
- fachliche Beratung der Anstaltsbediensteten,
- Werbung, Schulung, Anleitung geeigneter Bediensteter (Suchtkrankenhelfer),
- Informationssammlung und -weitergabe,
- Dokumentation, Statistik sowie Entwicklung von Verfahren zur Erfolgskontrolle,
- Erstellung von Berichten an die Aufsichtsbehörde.
C. Anforderungsprofil
I. Sach- und Fachkompetenz
Die Dipl.-Sozialarbeiterin / Dipl.-Sozialpädagogin bzw. der Dipl. – Sozialarbeiter / Dipl. – Sozialpädagoge verfügt über:
- Möglichst Erfahrungen in der Suchtberatung
- Erfahrungen im Umgang mit PC-gestützten Arbeitsplätzen
- Kompetenz und Erfahrung in der Entwicklung, der Überwachung und der Dokumentation von Behandlungsverläufen
- Gute Fähigkeiten zum Ausdruck in Wort und Schrift
- fundierte Kenntnisse und Qualifikation auf dem Gebiet der Methoden der Sozialarbeit/Sozialpädagogik
- Arbeitsfeld- und fachspezifische Rechtskenntnisse
- sozialpsychologische Kenntnisse
- Kenntnisse über sozialpolitische Zusammenhänge und deren Auswirkungen auf den Justizvollzug
- Kenntnisse auf dem Gebiet von Schwerpunkttätigkeiten
II. Persönliche und soziale Kompetenz
Die Dipl.-Sozialarbeiterin / Dipl.-Sozialpädagogin bzw. der Dipl. – Sozialarbeiter / Dipl. – Sozialpädagoge verfügt über:
- Identifikation mit den Aufgaben und Zielen eines behandlungsorientierten Strafvollzuges
- Bereitschaft zur Arbeit auch mit schwierigen Täterpersönlichkeiten
- Identifikation mit den sich aus dem Aufgabenbereich ergebenden unterschiedlichen Rollen
- Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit und Teamgeist
- Psychische und physische Stabilität und Belastbarkeit
- Konzept-, ziel- und ergebnisorientierter Handlungsstil
- Entscheidungsstärke, Durchsetzungsfähigkeit, Selbstvertrauen
- Mut zur Klarheit, Ehrlichkeit, Transparenz und Offenheit in Standpunkten, Entscheidungen, Zielen und Rückmeldungen
- Flexibilität, Differenziertheit, Phantasie und Kreativität im Denken und bei Entscheidungen, Problemlösungen sowie Bewertungen
- Flexibles, situations- und problemangemessenes Verhältnis zwischen Nähe und Distanz im sozialen und insbesondere im professionell behandlerischen Kontakt
- Reflexions- und Entwicklungsbereitschaft
- Fähigkeit zu gezieltem Zeitmanagement
- Bereitschaft zur Fort- und Weiterbildung in für die Aufgabe relevanten Bereichen
Bewerbungsunterlagen
Der aussagekräftigen Bewerbung sind beizufügen:
- Bewerbungsschreiben
- Tabellarischer Lebenslauf
- Geburtsurkunde, ggf. Heiratsurkunde
- Schulentlassungszeugnis
- Abschlusszeugnis
- Arbeitszeugnisse über bisherige Beschäftigungen
Anmerkungen
Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die berufliche Entwicklung von Frauen. Bewerbungen von Frauen sind daher erwünscht. In den Bereichen, in denen Frauen noch unterrepräsentiert sind, werden sie bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung nach Maßgabe des Landesgleichstellungsgesetzes bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.
Das Land Nordrhein-Westfalen bemüht sich bevorzugt um die Einstellung und Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen. Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Menschen und gleichgestellter behinderter Menschen im Sinne des § 2 Abs. 3 SGB IX sind daher ebenfalls erwünscht.
Für Rückfragen steht die Leiterin des Sozialdienstes, Frau Sozialrätin Preuß (Tel. 0202/ 9732-400) zur Verfügung.
Datenschutz
Mit der Zusendung Ihrer Bewerbung erteilen Sie das Einverständnis, dass die für das Auswahlverfahren erforderlichen personenbezogenen Daten vorübergehend gespeichert und verarbeitet werden. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Nach Abschluss des Verfahrens werden die Daten und Bewerbungsunterlagen unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen gelöscht bzw. vernichtet.
Dieses Einverständnis kann jederzeit widerrufen werden. Ihre Bewerbung kann in diesem Fall nicht mehr im laufenden Auswahl- und Einstellungsverfahren berücksichtigt werden.
