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Sachbearbeiter/in (m/w/d) Intel-Officer-Sentinel für den Bereich Einsatzunterstützung in der Leitstelle der Kreispolizeibehörde Herford

Sachbearbeiter/in (m/w/d) Intel-Officer-Sentinel für den Bereich Einsatzunterstützung in der Leitstelle der Kreispolizeibehörde Herford

locationHansastraße 54, 32049 Herford, Deutschland
remoteTeilweise Homeoffice
Mit Berufserfahrung (1 bis 3 Jahre)

Stellenausschreibung

In der Direktion Gefahrenabwehr / Einsatz, Führungs- und Lagedienst ist zum 01.08.2026 folgende unbefristete Vollzeitstelle zu besetzen:

Sachbearbeiter/in (m/w/d) Intel-Officer-Sentinel für den Bereich Einsatzunterstützung in der Leitstelle der Kreispolizeibehörde Herford.

Das Arbeitsverhältnis richtet sich nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Die Vergütung erfolgt nach der Entgeltgruppe 11 TV-L.

Allgemeines:

Die Kreispolizeibehörde Herford ist zuständig für den gesamten Kreis Herford mit circa 251.000 Einwohnern in 9 Kommunen, mit einer Gesamtfläche von 450 km².

Informationen zur Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen und der Organisation der Kreispolizeibehörde Herford können unter folgenden Links abgerufen werden:

Die Direktion Gefahrenabwehr / Einsatz, Führungs- und Lagedienst / Leitstelle, ist unter anderem zuständig für:

  • Annahme von Notrufen und Bearbeitung der daraus resultierenden Einsätze
  • Koordination der Einsatzmittel für die wahrzunehmenden Einsätze in der Alltagsorganisation
  • Übernahme der Leitung von Einsätzen größeren Umfangs
  • Datenabfragen im Rahmen der Tätigkeiten der Einsatzmittel
  • Bearbeitung elektronischer Posteingänge nach allgemeinem Bürodienstschluss

Organisatorische Anbindung:

  • Unterstellung: Leitung Führungs- und Lagedienst

Formale Voraussetzungen:

  • Grundständigem Studienabschluss (Diplom DI, FH oder BA) im Bereich Datenwissenschaft, Data Science, Informatik, Statistik oder Mathematik und der Qualifikation zum Data Scientist
  • Grundständigem Studienabschluss (Diplom DI, FH oder BA) im Bereich Kommunikationswissenschaft, Medienwissenschaften
  • Grundständigem Studienabschluss (Diplom DI, FH oder BA) und einer erfolgreichen Weiterbildung zum Informations-Broker/-in oder Social-Media-Manager
  • abgeschlossener Berufsausbildung mit einer mindestens 3-jährigen Berufserfahrung und einer erfolgreichen Weiterbildung zum Informations-Broker/-in oder Social-Media Manager/-in
  • abgeschlossener Ausbildung zum Assistent/-in Technische Kommunikation und Dokumentation mit einer mindestens 3-jährigen Berufserfahrung
  • abgeschlossene Ausbildung zum/zur Fachangestellte/-r für Medien- und Info.-Dienste (Schwerpunkt: Info.-Doku) mit einer mindestens 3-jährigen Berufserfahrung
  • abgeschlossener Ausbildung zum/zur Fachinformatiker/-in mit einer mindestens 3-jährigen Berufserfahrung
  • abgeschlossene Ausbildung zum/zur IT-Systemelektroniker/-in mit einer mindestens 3-jährigen Berufserfahrung
  • und Beherrschung der englischen Sprache in Wort und Schrift mindestens der Sprachniveaustufe B1 nach dem Gemein-samen Europäischen Referenzrahmen

Erforderliche Fachkenntnisse:

  • Umgang mit Open-Source-Intelligence (OSINT)
  • Kenntnisse in Data Mining, Image Processing und Big Data Architecture
  • Sicherer Umgang mit Suchoperatoren für Suchmaschinen (z.B. Google Operatoren)
  • Kenntnisse von Monitoring und Analysesoftware (z.B. Facelift)
  • Kenntnisse im Bereich Community Management
  • Grundkenntnisse in der Krisenkommunikation im Bereich Soziale Medien

Wünschenswerte Voraussetzungen:

  • Kenntnisse im Bereich der Bearbeitung von Bild- und Videoaufnahmen
  • Kenntnisse im Bereich Community Management
  • Strafrechtliche und gefahrenabwehrrechtliche Grundkenntnisse (StGB; StPO; PolG NRW)
  • Grundkenntnisse im Bereich Datenschutz und Informationssicherheit (DSG NRW)
  • Grundkenntnisse von Organisation und Abläufen in der Polizei
  • Sehr gute Kenntnisse in den Anwendungsprogrammen Microsoft Office

Erfolgskritische Aufgaben:

Informationsbeschaffung:

Beschaffung von Echtzeitinformationen durch OSINT im öffentlichen Datenbestand (u.a. Internet und den sozialen Netzwerken), die für die Bewältigung des jeweiligen Einsatzes im Rahmen der Alltagsorganisation und für Lagen der besonderen Aufbauorganisationen von Relevanz sind:

  • Recherche in großen (öffentlichen) Datenbeständen (Big Data) mittels OSINT nach einsatzrelevanten Informationen in Form von Text, Bild, Video und Audio
  • Einsatz von Analyse- und Auswertetools wie IntelTechniques oder der Suchoperatoren für Suchmaschinen im Rahmen von OSINT-Recherchen
  • Datenfilterung von Big Data aus den frei zugänglichen Quellen im Internet, respektive der Sozialen Medien zur Begleitung der Einsatzlage
  • Notfallanfragen bei Providern, um Bestandsdaten der Nutzerinnen und Nutzern von Accounts zu erlangen (z.B. Facebook Records)

Informationsbewertung:

Analyse und Bewertung der aus frei zugänglichen Quellen im Internet oder den Sozialen Medien erlangten Informationen im Zusammenhang mit dem aktuellen Einsatzgeschehen bzw. Einsatzanlass (Echtzeit), insbesondere:

  • Bewertung von Text, Bild, Video und Audio
  • Verifizierung der erlangten Informationen (z.B. Fake-News, Glaubwürdigkeit) durch individuelle Bewertung
  • Abgleich der aus frei zugänglichen Quellen erlangten Informationen mit den Erkenntnissen aus behördlichen Datenbanken und dem jeweiligen Einsatzgeschehen sowie Einsatzanlass

Informationssteuerung:

Bearbeitung und Aufbereitung der recherchierten Informationen zur weiteren Verwendung durch die Einsatzbearbeiter und Einsatzbearbeiterinnen der Leitstelle sowie der weiteren Einsatzkräfte, insbesondere:

  • zügige Weiterleitung der recherchierten Informationen nach rechtlicher Bewertung (u.a. hinsichtlich Datenschutz/Informationssicherheit) über geeignete Kanäle wie Telefon, E-Mail, Messengerdienste oder Funk an den zuständigen polizeiinternen Empfängerkreis

Dokumentation, Qualitätsmanagement, Controlling:

  • Dokumentation und Protokollierung erhobener sowie relevanter Informationen im Einsatzleitsystem nach organisations-internen Standards (z.B. Qualitätsmanagement) und rechtlichen Voraussetzungen (z.B. datenschutzrechtliche und informationstechnische Bestimmungen)
  • Einholen von Feedbacks hinsichtlich der ermittelten Rechercheergebnisse, Berücksichtigung des Feedbacks bei der Weiterentwicklung des Aufgabenbereiches
  • Auswertung und Aufbereitung der statistischen Daten der Tätigkeiten der Intel-Officer-Sentinel
  • Fortentwicklung von laufenden Erfolgskontrollen der O-SINT-Aktivitäten mit entsprechendem Reporting
  • Weiterentwicklung von OSINT-Analysemöglichkeiten im Rahmen der gesetzlich legitimierten Möglichkeiten
  • Erstellung und Pflege der im Arbeitsbereich benötigten Recherche- Accounts unter Einhaltung der rechtlichen Vorgaben (z.B. Datenschutz / IT Informationssicherheit)
  • Erstellung und Pflege interner Informationssammlungen unter Berücksichtigung der Datenschutzbestimmungen

Präventives Monitoring sozialer Medien:

  • (Präventives) Monitoring innerhalb der Sozialen Medien und frei zugänglichen Quellen im Internet nach einsatzrelevanten Informationen mit besonderer Bedeutung und/oder Öffentlichkeitswirksamkeit, die ein polizeiliches Handeln erkennen lassen
  • Weiterleiten und Dokumentation von Nachrichten bzw. Bildern/Videos mit strafrechtlich relevanten Inhalten an die entsprechenden Fachdienststellen und Sicherung für strafprozessuale Zwecke
  • Monitoring von Veranstaltungen, die im Zuständigkeitsgebiet stattfinden und eine Einsatzrelevanz beinhalten
  • Dokumentation strafrechtlich- oder gefahrenabwehrrechtlich relevanter Inhalte sowie Veranlassung unaufschiebbarer Sofortmaß nahmen auf dem Dienstweg

Konzeptionelles Fortentwickeln von OSINT-Strategien und Monitoring einschl. Evaluation:

  • Entwickeln von Workflows (Standards), die sich an den ein-satztaktischen und organisatorischen Herausforderungen der polizeilichen Aufgabenbewältigung orientieren
  • Weiterentwickeln der OSINT-Analysemöglichkeiten im Rahmen gesetzlich legitimierter Möglichkeiten
  • Kontinuierliches Beachten der Entwicklungen und Initiieren von Konzeptoptimierungen auf Grundlage eines gemein-samen Erfahrungsaustausches aller Behörden mit OSINT-Recherchen sowie der weiteren Beteiligten
  • Erstellen und Pflegen der im Arbeitsbereich benötigten Recherche-Accounts unter Einhaltung der rechtlichen Vorgaben (z. B. Datenschutz/IT, Informationssicherheit)

Unterstützung Führungs-/und Lagedienst:

  • Mitarbeit in der Sachbearbeitung Lagezentrum des Führungs- und Lagedienstes gem. Weisung Leitung FLD
  • Mitarbeit bei der Einsatzbewältigung (außer Notrufe)
  • Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen, Workshops sowie Mitwirkung in Arbeitsgruppen und Projekten

Erfolgssichernde Kompetenzmerkmale:

  • Analytische Fähigkeit
  • Entscheidungs- und Umsetzungsfähigkeit
  • Ergebnisorientierung / Leistungsmotivation
  • Eigenständigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Organisations- und Planungsfähigkeit

Bewerbung:

Bitte reichen Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Ausbildungsnachweise, Arbeitszeugnisse etc.) bis zum 15.06.2026 vorzugsweise über das Be-werbungsportal der Polizei NRW unter folgendem Link ein:

https://jobs.polizei.nrw/index.php?ac=start

Alternativ können Sie Ihre Bewerbung an folgende E-Mail richten:

Bewerbungen.herford@polizei.nrw.de

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist eingehende Bewerbungen bleiben unberücksichtigt.

Sonstige Hinweise:

Uns liegt die berufliche Entwicklung von Frauen besonders am Herzen. Bewerbungen von Frauen sind daher ausdrücklich erwünscht! Außerdem freuen wir uns ganz besonders über Bewerbungen von Menschen, von denen bisher noch zu wenige bei uns arbeiten: Menschen mit Schwerbehinderung, ihnen gleichgestellte Menschen sowie Menschen mit einer Migrationsgeschichte.

Es handelt sich um eine unbefristete Vollzeitstelle. Die regelmäßige Wochenarbeitszeit beträgt 38,5 Stunden. Die Arbeit erfolgt in Wechselschicht (Früh-, Spät, Nachtdienst, auch an Wochenenden und Feiertagen).

Die grundsätzliche Bereitschaft zur kurzfristigen zusätzlichen Aufnahme des Dienstes bei besonderen Einsatzlagen wird vorausgesetzt.

Die Besetzung der Funktion ist an 7 Tagen in der Woche vorgesehen.

Die Dienstverrichtung soll in der Regel wochentags im Früh-/Spätdienst (07:30 - 15:30 / 14.00 - ca. 22.00 Uhr) oder auch an den Wochenenden von ca. 18.00 Uhr bis ca. 3.00 Uhr erfolgen.

Die Besetzung der Stelle ist auch mit Teilzeitkräften möglich.

Die Stelleninhaber (m/w/d) müssen sich einen Arbeitsplatz mit entsprechenden Arbeitszeitmodellen teilen.

Um eine Kontinuität bei der Aufgabenwahrnehmung zu gewähr-leisten, ist die Stelle langfristig zu besetzen. Dabei wird grundsätzlich eine Verwendungsdauer von mindestens drei Jahren angestrebt.

Die Bewerberauswahl wird sich grundsätzlich am Prinzip der Bestenauslese ausrichten. Zur Auswahlentscheidung wird ein Auswahlgespräch in Form eines strukturierten Interviews vor der Auswahlkommission herangezogen werden.

Bitte beachten Sie, dass Auslagen nicht erstattet und schriftlich eingereichte Bewerbungsunterlagen nicht zurückgesandt wer-den. Diese werden nach Abschluss des Auswahlverfahrens unter Beachtung des Datenschutzes vernichtet. Verzichten Sie daher bitte auf Bewerbungsmappen.

Ihre Bewerbung sollte eine Telefonnummer (Mobil und/oder Festnetz) sowie möglichst eine Emailadresse enthalten, unter der Sie auch kurzfristig zu erreichen sind.

Mit der Übersendung Ihrer Bewerbung erklären Sie sich gleichzeitig einverstanden, dass erforderliche Daten im Rahmen des Auswahlverfahrens vorübergehend gespeichert werden.
Für die Anreise zum Vorstellungsgespräch werden keine Reisekosten erstattet.

Bei einer Einstellungszusage erfolgt eine Sicherheitsüberprüfung Ihrer Person bzw. eine erweiterte Sicherheitsüberprüfung durch den Geheimschutzbeauftragten der Kreispolizeibehörde Herford sowie eine gesundheitliche Untersuchung bezüglich Ihrer Eignung für diese Stelle.

Art des Abschlusses

  • Abgeschlossene Berufsausbildung / Lehrabschluss
  • Abschluss Hochschule / Duales Studium / Berufsakademie

Berufserfahrung

  • Mit Berufserfahrung (1 bis 3 Jahre)

Bilder

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