
Sozialarbeiterin oder Sozialarbeiter (m/w/d) mit staatlicher Anerkennung
Stellenausschreibung
für eine befristete Vollzeitstelle im gehobenen Sozialdienst (w/m/d) beim Fachbereich Sozialdienst im Justizvollzug des Landes Nordrhein-Westfalen zur Wahrnehmung von Aufgaben im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative B 5 in den Justizvollzugsanstalten Düsseldorf und Moers-Kapellen. Die Einstellung soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt erfolgen. Die Stelle ist zunächst für ein Jahr befristet.
Stellenbeschreibung und Anforderungsprofil
1. Stellenbeschreibung
Die Stellenausschreibung richtet sich ausschließlich an Sozialarbeiterinnen / -pädagoginnen und Sozialarbeiter / -pädagogen (B.A.) mit staatlicher Anerkennung. Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe 15 TV-L S. Bei Vorliegen der Voraussetzungen ist eine Übernahme in das Beamtenverhältnis möglich.
Die Mitarbeiterin / der Mitarbeiter ist als B3-Fachkraft in der Justizvollzugsanstalten Düsseldorf und Moers-Kapellen tätig.
B5 ist eine Gemeinschaftsinitiative des nordrhein-westfälischen Strafvollzugs mit der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit und dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Ziel der Initiative ist die Durchführung und Weiterentwicklung eines landesweiten Übergangsmanagements zur beruflichen Eingliederung von (jungen) Gefangenen und Haftentlassenen.
Die Gemeinschaftsinitiative besteht aus fünf miteinander verzahnten Modulen. In den Modulen B1 und B2 werden die berufliche Orientierung und die berufliche Qualifizierung der Inhaftierten gefördert.
Mit dem Modul B3 wird den Inhaftierten zum Ende der Haftzeit eine beschäftigungsorientierte Entlassungsvorbereitung angeboten und im Modul B4 die Vermittlung flankierender Hilfen zur Stabilisierung des Vermittlungserfolgs.
Die Beschäftigungsanalyse im Modul B5 dient der Erfolgskontrolle und Weiterentwicklung der Integrationsbemühungen.
2. Über- und Unterstellungen
Überstellt ist
- dienstrechtlich die Anstaltsleitung der JVA Duisburg-Hamborn und
- fachlich die Leitung des Fachbereichs Sozialdienst im Justizvollzug NRW
3. Aufgaben/Tätigkeiten
Kernaufgabe ist die Beschäftigungsvermittlung (Modul B3) von Gefangenen im Übergang aus der Haft in die Freiheit. Dazu gehören unter anderem:
- Motivierende Beratung der Gefangenen zur Mitarbeit in der beschäftigungs-orientierten Entlassungsvorbereitung (B3) und Nachsorge (B4).
- Standardisierte Klärung des individuellen Vermittlungs- und Nachsorgebedarfs (B5-Assessment).
- Erweiterung der Vollzugsplanung um eine beschäftigungsorientierte Eingliederungsplanung.
- Vermittlung von Bewerbungswissen und/oder Unterstützung bei der Zusammenstellung von Bewerbungsunterlagen für Einzelne und Gruppen.
- Vermittlung in berufliche Qualifizierung, Ausbildung oder Arbeit für die Zeit nach der Entlassung.
- Unterstützung bei der Vorbereitung von Anträgen auf Gewährung von Leistungen nach SGB II und SGB III sowie zur rechtswirksamen Arbeitssuchend- oder Arbeitslos-Meldung bei den zuständigen Arbeitsagenturen/Jobcentern.
- Vermittlung an die „beschäftigungsorientierte Nachsorge“ (B4) auf Basis eines abschließenden Re-Assessments inkl. Übermittlung der Assessment-Ergebnisse und anderer relevanter Teilnehmerdaten an die B4-Fachkräfte.
- Fallbezogene Dokumentation von Verlauf und Ergebnis der B3-Entlassungs-vorbereitung sowie vollständige und fristgerechte Weiterleitung anonymisierter Monitoring- und Evaluationsdaten an die mit der Erfolgskontrolle beauftragte Stelle.
- Fallbezogene Absprache mit dem Sozialdienst sowie enge Kooperation mit freien und öffentlich-rechtlichen Trägen und weiteren Arbeitsmarktakteuren zur Gestaltung der Entlassungssituation.
- Teilnahme an Dienstbesprechungen.
4. Dienstort:
- Justizvollzugsanstalt Düsseldorf (50%) und Moers-Kapellen (50%).
5. Anforderungsprofil
- Dipl. Sozialarbeiter/in/ Sozialpädagoge/in oder Bachelorgrad (B.A.)
- staatliche Anerkennung
- Führungszeugnis
Fachliche Anforderungen:
Erfahrungen / Kenntnisse:
- in der Arbeit mit Menschen mit multiplen Problemlagen
- in der Straffälligenhilfe
- in der Netzwerkarbeit
- im Bereich der Arbeitsmarktintegration
- gute schriftliche Ausdrucksfähigkeit
- administrative Kenntnisse
- sicherer Umgang mit MS-Office
Persönliche Anforderungen:
- humanistisches Menschenbild
- hohe soziale und kommunikative Kompetenz
- Fähigkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit, Teamfähigkeit
- Organisations- und Verhandlungsgeschick
- psychische Belastbarkeit und Konfliktfähigkeit
- Kreativität und Flexibilität
- angemessener Umgang mit Nähe und Distanz
- Loyalität gegenüber Dienst- und Fachvorgesetzten
- Fortbildungsbereitschaft
- PKW-Führerschein
Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die berufliche Entwicklung von Frauen. Bewerbungen von Frauen sind daher ausdrücklich erwünscht. In den Bereichen, in denen Frauen noch unterrepräsentiert sind, werden sie bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung nach Maßgabe des Landesgleichstellungsgesetzes bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.
Die Justizvollzugsanstalt Duisburg-Hamborn unterstützt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Hierzu sind u.a. mit dem Abschluss von Dienstvereinbarungen zur Flexiblen Arbeitszeit und - unter bestimmten Voraussetzungen - zur Telearbeit Maßnahmen ergriffen worden, die die Arbeitsbedingungen im Sinne einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern.
Das Land Nordrhein-Westfalen bemüht sich bevorzugt um die Einstellung und Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen. Bewerbungen schwerbehinderter Menschen und gleichgestellter behinderter Menschen im Sinne des § 2 Abs. 3 SGB IX sind daher ausdrücklich erwünscht.
Die Ausschreibung richtet sich des Weiteren ausdrücklich an Menschen jeglicher geschlechtlichen Identität sowie ausdrücklich auch an Menschen mit Einwanderungsgeschichte.
Schriftliche Bewerbungen richten Sie bitte mit den üblichen Unterlagen bis zum 30.08.2026 online an fb.sozialdienst@jva-duisburg-hamborn.nrw.de oder auf dem Postweg an die Leiterin der JVA Duisburg-Hamborn, Goethestr. 3, 47166 Duisburg.
Für Rückfragen stehen Herr Hufnagel (Tel.: 0211 16450-407) oder Herr Gehrenbeck (Tel.: 0211 16450-404) zur Verfügung.
