
Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in / PhD (65%)
Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ist eine internationale Forschungsuniversität mit einem breiten Fächerspektrum. 200 Jahre Geschichte, rund 31.500 Studierende, mehr als 6.000 Beschäftigte und ein exzellenter Ruf im In- und Ausland: Die Universität Bonn zählt zu den bedeutendsten Universitäten Deutschlands und wurde als Exzellenzuniversität ausgezeichnet.
Der Lehrstuhl Biodiversität der Pflanzen am Bonner Institut für Organismische Biologie (BIOB) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt, befristet auf 3 Jahre gem. § 2 (1) WissZeitVG und in Teilzeit eine*n
Wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in / PhD (65%)
Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Maximilian Weigend forscht und lehrt zur Evolution, Taxonomie, Systematik und Biogeographie der Blütenpflanzen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verknüpfung moderner genomischer Methoden mit taxonomischen, phylogenetischen und biogeographischen Fragestellungen. Die Arbeitsgruppe verfügt über umfangreiche Herbar-, DNA- und Lebendsammlungen sowie ein internationales Netzwerk von Kooperationspartnern.
Die Stelle ist Teil des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts „Beyond the Current State of Currants: Systematics, Evolutionary History, and Pangenomics of Ribes (Grossulariaceae)“.
Über das Forschungsprojekt
Die Gattung Ribes (Johannis- und Stachelbeeren) umfasst etwa 200 Arten auf der gesamten temperaten Nordhalbkugel sowie in den Anden. Neben ökonomisch bedeutenden Kulturpflanzen umfasst die Gattung zahlreiche wildlebende Verwandte mit einer bislang nur unzureichend verstandenen Evolutionsgeschichte.
Ziel des Projekts ist die Rekonstruktion der Evolution und Systematik von Ribes unter Nutzung moderner phylogenomischer und genomischer Methoden. Hierzu werden taxonomische Forschung, Target-Capture-Sequenzierung (Hyb-Seq), Referenzgenomsequenzierung, historische Biogeographie sowie vergleichende Genomik bzw. Pangenomik miteinander kombiniert. Die Doktorandin bzw. der Doktorand wird aktiv an allen Arbeitspaketen des Projektes beteiligt sein und die Möglichkeit erhalten, moderne Methoden der Evolutionsbiologie und Biodiversitätsforschung umfassend zu erlernen und anzuwenden.
Ihre Aufgaben:
- Zentrale Mitarbeit im DFG-Projekt zur Evolution und Biogeographie der Gattung Ribes,
- Durchführung von Laborarbeiten im Bereich DNA-Isolation, Bibliotheksvorbereitung und Sequenzierungsprojekte,
- Analyse phylogenomischer und genomischer Datensätze,
- Mitarbeit bei der taxonomischen Aufarbeitung und Validierung von Sammlungs- und Voucher-Material,
- Beteiligung an Publikationen in internationalen Fachzeitschriften sowie Präsentation der Ergebnisse auf nationalen und internationalen Tagungen,
- Forschungsaufenthalte an kooperierenden Herbarien und Forschungseinrichtungen im In- und Ausland.
Ihr Profil:
- Abgeschlossener Masterabschluss in Biologie, oder einem verwandten, Fachgebiet mit einem relevanten Schwerpunkt in der Evolutions-, Biodiversitäts- oder pflanzen-
systematischer Forschung,
- Nachgewiesene Erfahrung in Bereichen wie Pflanzenevolution, Systematik, Genomik und Bioinformatik,
- Grundkenntnisse in statistischer und phylogenetischer Datenanalyse, idealerweise Erfahrungen in R und/oder Python,
- Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift,
- Selbstständige, strukturierte Arbeitsweise sowie Freude an der Arbeit in einem internationalen Forschungsteam,
- Erfahrungen mit molekularbiologischen Methoden und/oder NGS-Daten sind von Vorteil.
Wir bieten:
- Die Möglichkeit zur Promotion im Rahmen eines DFG-geförderten Forschungsprojektes,
- ein internationales und forschungsorientiertes Arbeitsumfeld,
- Zugang zu modernsten Methoden der Phylogenomik, Genomik und Evolutionsbiologie,
- umfangreiche nationale und internationale Kooperationsmöglichkeiten,
- Möglichkeiten zu Forschungsaufenthalten an Herbarien und Forschungseinrichtungen,
- eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Tätigkeit bei einem der größten Arbeitgeber der Region,
- Vernetzung, Kontakte und Kooperationsmöglichkeiten,
- flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten,
- Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten,
- betriebliche Altersversorgung (VBL),
- zahlreiche Angebote des Hochschulsports,
- eine sehr gute Anbindung an den ÖPNV durch die zentrale Lage in Bonn sowie die Möglichkeit, kostengünstige Parkangebote zu nutzen,
- Entgelt nach Entgeltgruppe 13 TV-L.
Die Universität Bonn fördert eine offene, wertschätzende und diskriminierungsfreie Hochschulkultur und setzt sich aktiv für Chancengerechtigkeit sowie Familienfreundlichkeit ein. Wir streben an, strukturelle Benachteiligungen abzubauen und die Vielfalt in Forschung, Lehre und Verwaltung zu stärken. Daher begrüßen wir alle Bewerbungen, unabhängig von ethnischer oder sozialer Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung, Religion oder Weltanschauung, Behinderung sowie Alter.
Bewerbungen von Frauen sowie Menschen mit Schwerbehinderung und ihnen gleichgestellten Personen werden im Rahmen des Landesgleichstellungsgesetz (LGG) NRW und des Sozialgesetzbuchs (SGB) IX bevorzugt berücksichtigt.
Wenn Sie sich für diese Position interessieren, senden Sie bitte Ihre vollständigen und aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Motivationsschreiben, Lebenslauf, ggf. inkl. Publikationsverzeichnis, Zeugnisse) bis zum 26.07.2026 unter Angabe der Kennziffer 2026/323 aus technischen Gründen ausschließlich in einer PDF-Datei per E-Mail an nees@uni-bonn.de. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Tim Böhnert (tboehnert@uni-bonn.de).
